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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

26.10.2012

ICA -  Ingenieurgemeinschaft für Chemische Analytik Die Renaissance des Koffeins

Dr. Jana Boden Kontakt, Dr. Ingo Haumann, Dr. Antje Mainka, ICA - Ingenieurgemeinschaft für Chemische Analytik


Koffein wird schon lange als stimulierender Inhaltsstoff von Kaffee und Tee geschätzt. Aber mittlerweile beschränkt sich die Verwendung von Koffein nicht mehr nur auf Getränke. Die vielfältigen positiven Wirkungen werden auch zunehmend in anderen Lebensmitteln sowie in pharmazeutischen und kosmetischen Produkten genutzt. Dadurch werden die Anforderungen an die Analytik von Koffein vielseitiger. Im Bericht wird gezeigt, dass mit der Kapillarelektrophorese als Analysenmethode eine große Probenvielfalt untersucht werden kann.

Koffein ist als Bestandteil von mehr als 60 Pflanzenarten schon seit Jahrhunderten ein geschätzter Begleiter der Menschheit. In den einzelnen Erdteilen wurden verschiedene Pflanzenarten für die Herstellung der koffeinhaltigen Getränke verwendet. Ausgehend vom asiatischen Raum hat sich die Teepflanze einen festen Platz in der Liste der koffeinhaltigen Getränkelieferanten gesichert. In Lateinamerika schätzten bereits die Ureinwohner die aktivierende Wirkung von Guarana- oder Mate-Extrakt. Die Azteken nutzten die Kakaopflanze zur Herstellung von Schokolade. In vielen afrikanischen Kulturen ist die Kolanuss schon seit Jahrhunderten als Genussmittel hoch angesehen und erlangte eine kulturelle Bedeutung. In Äthiopien und später im arabischen Raum wurden die Samen der Kaffeepflanze für die Herstellung des Kaffees verwendet. Dass dieses Getränk dann nach kurzer Zeit auch Europa eroberte, ist heutzutage allseits bekannt. Inzwischen sind Kaffee und Tee aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Über Jahrzehnte hinweg wurde angenommen, dass Kaffee einen Anstieg des Blutdrucks und eine Beeinträchtigung der Herzfunktion auslöst. Mittlerweile wurden diese Befürchtungen in klinischen Studien zwar widerlegt, allerdings werden die Ergebnisse teilweise noch kontrovers diskutiert.

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