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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

09.06.2011

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart Infrarotspektroskopie - ein Multi-Tool für die Mikrobiologie: Ein Bericht aus unserem Laboralltag

N. Mauder, J. Rau, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart


Eine erfolgreiche Technik wird methodisch zur Aufklärung von Infektionsquellen weiter entwickelt: Die Untersuchungseinrichtungen Baden-Württembergs halten beim Nachweis von pathogenen Mikroorganismen ihre Methoden auf dem neuesten Stand und entwickeln diese aktiv weiter. Dabei kommt die ganze Bandbreite unserer analytischen Techniken, von der klassischen kulturellen Methode über die Molekularbiologie bis zur Infrarotspektroskopie zum Einsatz.

Neue Herausforderungen, wie die verstärkte Frage nach der Infektionsquelle, erfordern die Entwicklung neuer Methoden. Die Erkenntnisse aus unseren Forschungsarbeiten werden unmittelbar in die Routine integriert und an aktuellen Fällen erprobt.

Sowohl bei Gruppenerkrankungen des Menschen, die im Zusammenhang mit Lebensmitteln stehen, als auch bei Erkrankungen in Tierbeständen (Tierseuchen) hat die mikrobiologische Untersuchung von Proben zwei wichtige Ziele:

1. Die Identifizierung des Erregers bis auf Ebene der Art oder Unterart erfolgt bisher durch die erprobten Verfahren der Lebensmittel-Mikrobiologie beziehungsweise der veterinärmedizinischen Diagnostik (zum Beispiel bei Salmonella, Yersinia enterocolitica, Staphylococcus aureus). Diese konventionelle Differenzierung erfordert oft zahlreiche kulturelle, biochemische, serologische und inzwischen auch molekularbiologische Tests. Deren Auswertung benötigt dabei bis zu mehreren Tagen.

2. Die Aufklärung der Infektionsquelle erfordert dagegen eine deutlich feinere Untersuchung. Hierbei muss der Nachweis geführt werden, ob Isolate der gleichen Art, aber unterschiedlicher Herkunft (beispielsweise aus Lebensmittel und Patient oder aus Milch und Stalltupferprobe), miteinander in Zusammenhang stehen.

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