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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

11.02.2010

TU Bergakademie Freiberg, Institut für Technische Chemie Das Labor in Scheckkartengröße: Synthese, Analyse und Trennung von Biomolekülen

Prof. Martin Bertau Kontakt, TU Bergakademie Freiberg, Institut für Technische Chemie


Automatisierte Systeme für Fragestellungen aus den Bereichen Analytik, Diagnostik und Synthese sind seit geraumer Zeit auf dem Vormarsch. Die Erwartungen sind hoch, erhofft man sich doch erhebliche Einsparungen hinsichtlich Reagenzienverbrauch und Zeit, aber auch einen reduzierten Personalaufwand. Ziel ist es, mehr Analysen in kürzerer Zeit bei mindestens gleichbleibender Qualität durchzuführen. Hier bieten sich Lab-on-Chip-Systeme an, typischerweise objektträger- bis scheckkartengroße Apparate, die in stark miniaturisierter Form alle für eine analytische oder diagnostische Fragestellung erforderlichen Komponenten enthalten.

Attraktiv ist ihre geringe Größe, die es häufig gestattet, eine Messung vor Ort vorzunehmen, vor allem aber sind sie dadurch charakterisiert, dass alle Prozeßschritte automatisiert in einem einzigen Reaktionssystem stattfinden, das die Probenaufbereitung bis hin zur abschließenden Detektion umfaßt. Ihr hauptsächliches Einsatzgebiet umfasst qualitative und quantitative Analysen im Mikromaßstab von DNA, RNA, Proteinen und lebenden Zellen.

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