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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

22.01.2010

Karlsruher Institut für Technologie Ein großtechnischer Anlauf für die selektive Magnetseparation

Katharina Wagner, Prof. Hermann Nirschl, KIT - Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik (MVM)
Johannes Lindner Kontakt, Karlsruher Institut für Technologie


Bereits 1792 patentierte W. Fullarton als ersten Einsatz der Magnetseparation die Abscheidung von Eisenerz. Die Anwendung dieser Technik ist im Bergbau mittlerweile etabliert, unter anderem werden Magnete in Förderbänder integriert, die den Transport von Eisenerz lenken. Zum selektiven Einsatz der Magnetseparation entstanden erst in den 1970ern erste Pionierarbeiten. Ein Beispiel ist der Einsatz von Flockungsmittel zur selektiven Aufreinigung von Prozess- und Flusswasser.

Eine erste großtechnische Umsetzung erfuhr das Prinzip im so genannten Sirofloc™-Verfahren. In saurer Umgebung adsorbieren Fremdstoffe im Wasser an der positiv geladenen Oberfläche von Magnetitpartikeln. Dieser Effekt wird in einem ersten Schritt zur Anlagerung ausgenutzt, anschließend erfolgt die Abtrennung der Magnetitpartikel zusammen mit den angelagerten Stoffen. Nach der Magnetseparation werden die Partikel in eine basische Umgebung umgelenkt, unter diesen Bedingungen desorbieren die Fremdstoffe wiederum. Diese Verfahren konnten sich letztendlich wegen der hohen Kosten bei der Umsetzung, sowie der Komplexität des Verfahrens nicht durchsetzen.

In den letzten Jahren sind verstärkt Forschungs aktivitäten zur Anwendung der selektiven Magnetseparation in der Biotechnologie zu beobachten. Erste Ergebnisse zeigen, dass dieser neue Anlauf zu einer erfolgreichen Umsetzung in industriellen Anwendungen führen kann.

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