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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

30.11.2009

MartensLabConsult Einsichten eines Laborberaters (10): Kalibrieren ja, aber wie?

Helmut Martens Kontakt, MartensLabConsult


Wie und wie oft, was ist analytisch sinnvoll oder anderweitigen Anforderungen geschuldet, die nicht fachlicher Art sind?

Als das Kalibrieren von Geräten noch reine "Handarbeit" war, hatten die Beteiligten noch einen sehr direkten Zugang zu den Kalibrierfaktoren und ein Gespür für das, was "normal" war und dem, was einen Hinweis auf einen möglichen Fehler gab. Seit moderne Geräte mit einem einzigen Tastendruck am PC und fern vom Gerät neu kalibriert werden können, wird munter drauflos gedrückt und alle wähnen sich so auf der sicheren Seite. Dabei wird im Hinblick auf die Streuung der Ergebnisse genau das Gegenteil dessen erreicht, was man glaubt so erreichen zu können.

In nicht wenigen analytischen Laboratorien wird mehr kalibriert als produktiv gemessen. Das kann im Einzelfall daran liegen, dass es immer nur sehr geringe Probenzahlen gibt, die zu bearbeiten sind. In der Regel aber liegt es eher daran, dass bewusst oder unbewusst versucht wird, die Qualität der Ergebnisse durch eine möglichst umfangreiche Kalibrierung zu gewährleisten. Dabei wird dann auch schon einmal "kalibrieren" mit "validieren" verwechselt, sprich es werden in arbeitstäglicher Regelmäßigkeit die Validierungsdaten mehr oder weniger komplett neu erhoben. Dabei beruhen die Kalibrierfaktoren der allermeisten chromatografischen Verfahren auf Konstanten wie der molaren Extinktion oder von Naturgesetzen wie dem Lambert Beerschen Gesetz oder anderen. Diese muss man aber nicht arbeitstäglich in Zweifel ziehen, dann hätte die ganze Analytik gewaltige Probleme.

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