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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

25.06.2009

Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Exakte Temperierung bei der Bestimmung von Dampfdruckkurven

Eric A. Dudka Kontakt, Marin A. Schindler, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Dr. Michael Seipel Kontakt, LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG


Der Dampfdruck von Flüssigkeiten spielt in der Technik eine bedeutende Rolle. Mit Hilfe von Dampfdruckdaten lassen sich technische Prozesse und verfahrenstechnische Bauteile verbessern. Je genauer sich der Dampfdruck bestimmen lässt, desto besser lassen sich Prozesse optimieren und ein tieferes physikalisches Verständnis der Vorgänge erarbeiten. An der Fakultät für Angewandte Chemie der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg wurde ein Messaufbau entwickelt, der eine dynamische Messung der Dampfdrücke verschiedenster Flüssigkeiten erlaubt. Entscheidend für exakte Messwerte ist eine präzise Temperaturführung während der Messung.

Bedeutung des Dampfdrucks

Befindet sich eine Flüssigkeit in einem geschlossenen System, so stellt sich zwischen der Gasphase und der Flüssigkeit ein Gleichgewicht ein. Bei diesem Gleichgewicht treten zu jeder Zeit genauso viele Teilchen aus der flüssigen Phase in die Gasphase über, wie in die flüssige Phase eintreten. Den Partialdruck, den die als Dampf bezeichnete Gasphase über einer Flüssigkeit auf die Wandung eines Behälters ausübt, nennt man Dampfdruck. Dieser ist temperaturabhängig und steigt mit zunehmender Temperatur an. Den Zusammenhang zwischen Temperatur und Dampfdruck gibt die Dampfdruckkurve wieder. Die hierdurch bedingten physikalischen Effekte spielen in der Technik, in der Sicherheitstechnik und im Umweltschutz eine wichtige Rolle. Anhand des Dampfdrucks kann beispielsweise die Emission eines Stoffes in die Umwelt beurteilt werden. Je höher der Dampfdruck ist, desto höher ist dessen Flüchtigkeit und damit das Gefährdungspotential für Mensch und Umwelt.

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