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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

25.03.2009

unifrankfurt.gif Der globale Weltverkehr und die Ausbreitung von hochinfektiösen Erregern

Dr. Rene Gottschalk Kontakt, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Medizinische Virologie


Seuchen können sich heute mit ungleich größerer Geschwindigkeit ausbreiten als früher. Es ist praktisch ausnahmslos der Flugverkehr, der Epi- und Pandemien die Ausbreitungsplattform bietet. Dadurch und durch die zunehmende Besiedlung vor allem der Ballungsräume ist es nicht zu verhindern, dass pandemisch verlaufende Infektionskrankheiten sehr schnell zu uns kommen können und hier Ausgangspunkt der Weiterverbreitung dieser Erkrankungen sein können, die dann erhebliche Auswirkungen auf das medizinische Versorgungssystem, die öffentliche Ordnung und das Sozial- und Wirtschaftsleben haben.

Das schwere akute Atemnotsyndrom (SARS), das 2003 als erste Pandemie dieses Jahrtausends über die Erde zog, zeigte, wie schnell sich bislang unbekannte Krankheitserreger durch den Fernverkehr in der Welt ausbreiten können. SARS gehört zu der Gruppe der sogenannten "neu auftretenden Infektionskrankheiten", die besser als "emerging infectious diseases" bezeichnet werden, da der englische Terminus wesentlich weitreichender für diese besonderen Infektionskrankheiten ist. Es sind praktisch ausnahmslos Erkrankungen, die ursprünglich auf das Tierreich begrenzt waren, die aber durch die besonderen Lebensbedingungen vor allem in der Dritten Welt in die Lage versetzt wurden, die Barriere zwischen Tier und Mensch zu überwinden.

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