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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

13.03.2009

TU München, Lehrstuhl für Analytische Chemie, Institut für Wasserchemie und Chemische Balneologie Entwicklung von schnellen und selektiven Anreicherungsmethoden zur Probenvorbereitung von Mikroorganismen in Trinkwasser

Caroline Peskoller Kontakt, Prof. Reinhard Nießner, Dr. Michael Seidel, TU München, Lehrstuhl für Analytische Chemie, Institut für Wasserchemie und Chemische Balneologie


Laut Trinkwasserverordnung dürfen im Wasser für den menschlichen Gebrauch keine Erreger sein, die die menschliche Gesundheit gefährden. Derzeit werden für Routineuntersuchungen hauptsächlich mikrobiologische Methoden angewandt, welche einzelne Mikroorganismen durch selektive Kultivierungsschritte nachweisen. Diese Methoden sind jedoch sehr zeitaufwändig und können mehrere Tage dauern, bis eine Kontamination des Wassers nachgewiesen werden kann.

Moderne und schnelle Nachweismethoden für Mikroorganismen, wie real-time PCR, Antikörper-Assays oder analytische Mikroarrays ermöglichen eine schnelle Detektion von mikrobieller Kontamination in Wasser. Da allerdings die deutsche Trinkwasserverordnung den Nachweis von einem Keim in 100 mL fordert, sind extrem schnelle und effektive Anreicherungsschritte (Faktor 104-105) notwendig, um die Nachweisgrenzen für diese Detektionsverfahren zu senken.

In dieser Arbeit wurde ein quasikontinuierliches Verbundverfahren entwickelt, das innerhalb kurzer Zeit selektiv Mikroorganismen von einem großen Volumen (mindestens 10 L) auf ein kleines Volumen (200 μL) einengt. Dazu wurde eine Querstrom-Filtrationsanlage mit einer Affinitätschromatographie gekoppelt. Dabei findet mit Hilfe der Querstrom-Filtration eine schnelle Voranreicherung der Bakterien statt, welche in der anschließenden Affinitätschromatographie separiert und weiter aufkonzentriert werden können.

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