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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

14.11.2008

Zentrum für Präventive Dopingforschung - Institut für Biochemie, Köln Massenspektrometrie-basierte Analytik neuer Dopingsubstanzen

Prof. Mario Thevis Kontakt, Dr. Wilhelm Schänzer, Zentrum für Präventive Dopingforschung - Institut für Biochemie, Köln


Doping ist seit jeher ein unerwünschter Begleiter des Sports, durch den betrügerische Athleten die eigenen Leistungsgrenzen zum persönlichen Vorteil verschieben wollen, um so einen unfairen Vorsprung zu ihren Mitstreitern zu gewinnen. Historisch lassen sich Belege für Versuche der künstlichen Leistungssteigerung und Übervorteilung im Sport bis zu den antiken Olympischen Spielen zurückverfolgen, und pharmakologische Einflussnahmen, insbesondere im professionellen Radsport, sind spätestens seit 1879 dokumentiert.

Die Entwicklung sensitiver analytischer Verfahren, im speziellen mit Hilfe der Massenspektrometrie, hat seit Einführung systematischer Dopingkontrollen 1966/1967 zum Nachweis zahlreicher verbotener Substanzen in Sportlerproben beigetragen. So wurden beispielsweise Funde von Stimulanzien bei den Olympischen Spielen 1972 mittels gaschromatographisch-massenspektrometrischer Methoden bewiesen oder anabol-androgene Steroide 1976 bei Olympiateilnehmern in Montreal detektiert. Umfangreiche Skandale wurden u.a. durch verschiedene Steroidfunde bei den Panamerikanischen Spielen 1983, Plasmavolumenexpander-Missbrauch bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2001 in Lahti, Designersteroid-Missbrauch bei amerikanischen und europäischen Eliteathleten sowie zahlreiche Fälle des Erythropoietin-Dopings in Ski- und Radsport sowie in der Leichtathletik ausgelöst.

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