Unsere Seite auf

Dissertationen
Linksammlung durchsuchen

 

Ein- und mehrkernige Titan- und Titanocenkomplexe als potentielle Bausteine zum Aufbau makromolekularer Strukturen

Jung, Thomas - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2011)


Im Rahmen dieser Arbeit wurden ein- und mehrkernige Titankomplexe als potentielle Bausteine zum Aufbau makromolekularer Strukturen erhalten. Zudem konnten neuartige trischelatisierende Titan(II)komplexe erhalten und bekannte trischelatisierende Titan(II)komplexe elektrochemisch untersucht werden. Die elektrochemische Untersuchung von Titanocen(II)komplexen mit unterschiedlichen Hexaazatriphenylen-artigen Brückenliganden zeigte ein unterschiedliches elektrochemisches Verhalten, welches stark von den verwendeten Brückenliganden abhängt.

Bei einem trischelatisierendem Komplex gelang die formale Substitution eines Cyclopentadienylliganden durch Chloridliganden pro Titanoceneinheit. Dieser Komplex konnte als Salz-Addukt kristallographisch untersucht werden. Die erhaltenen Titankomplexe mit Stickstoff-haltigen Carboxylatliganden zeigten eine große Vielfalt in Hinblick auf ihr Substitutionsmuster an den Cyclopentadienylliganden und Anzahl, Art und Koordinationsmodus der Carboxylatliganden. Diese Verbindungen können dabei in chelatisierend gebundene Titanocen(III)mono(carboxylat)-, einzähnig gebundene Titanocen(IV)bis(carboxylat)-, zweikernig verbrückende Dititan(III)tetrakis(carboxylat)- und chelatisierend gebundene Titan(IV)tris(carboxylat)komplexe eingeteilt werden.

Ein erhaltener Titantris(carboxylat)komplex zeigte eine temperaturabhängige Koordinationsdynamik. Dabei konnte mittels temperaturabhängiger NMRSpektroskopie die kristallographisch bestätigte, verzerrte pentagonal-bipyramidale Koordination am Titanzentrum bei tiefen Temperaturen auch in Lösung bestätigt werden. Bei hohen Temperaturen wurde eine Änderung in eine tetraedische Koordination unter Verlust des 18-Valenzelektronenkomplexes diskutiert.

Zudem wurde eine photochemische Reaktion von Titanocenbis(carboxylat)- komplexen beobachtet. Diese führt unter Reduktion eines Titan(IV)komplexes zu zweikernigen Titan(III)verbindungen unter Abspaltung eines Cyclopentadienylradikals. Der Reaktionsweg dieses Prozesses konnte durch quantenchemische Methoden (DFT) und mittels NMR-spektroskopischer Methoden bestätigt werden.


—> Volltext

Abonnieren:

Empfehlen: